Willkommen auf der Startseite
LilaTage 2011
Lila Tage 7 GPS CHALLENGE SIBIU in Rumänien 2011

Es war eine richtige harte Woche. 1328 km in Wertung hatte das Siegesteam zu bewältigen. Noch dazu kamen die Höhenunterschiede. Insgesamt waren 28500 Höhenmeter in Wertung zu passieren - das ist eine Rallye fast 4x auf den Mount Everest.

In der Nähe von Vilug wurden wir aufs herzlichste vom Bürgermeister aufgenommen. Die Gemeinde hat sogar ein eigenes 200 ha großes Motocrossgelände, wo wir den ersten Tag unser Camp hatten. Um den Teilnehmern anfangs etwas Gefühl für die Schwierigkeiten der Challenge zu geben, haben sich die Organisatoren gedacht: "Warum sollte man nicht mal den Start zum Start machen". Was hieß, es wurde 1 km vor dem Startpunkt losgefahren - die Wertung ging aber erst am Startpunkt los.
buy Doxycycline online Für einige Teams hatte dies zur Folge, das Sie den direkten Weg nahmen und erst nach 2 Stunden dort ankamen, während die, die sich die zur Verfügung gestellten Google Earth Karten anschauten, ziemlich schnell feststellten, das es auch vorhandene Wege gab, die zwar länger sind, aber an denen man vielleicht schneller ans Ziel kam als auf dem direkten Weg.
So zeigte sich die Erfahrung der Unimogfahrer Wieland und Reichenbach, die bereits nach 15 Minuten am eigentlichen Start waren.

Der 115 km lange erste Wertungstag enthielt 20 Wegpunkte (WP) und es gab eine Vorgabezeit von 7 Stunden. Es wurden alle Punkte innerhalb dieser Zeit gewertet. Wer in der Zeit im Ziel ankam, erhielt diesen Wertungspunkt ebenfalls gutgeschrieben.

Erste Team im Ziel waren das deutsche Hellgeth Team mit 5.30, gefolgt von dem österreichischen Team Toyotafraktion "Steirisches Motorsportteam" mit 6,05h und dem Team Südtirol mit 6.30h.

Am zweiten Tag stand eine Marathonetappe auf dem Tagesplan . 415 km waren es zu dem 170 km Luftlinie entfernten Punkt im Nordosten bei Resita. Einige Teilnehmer, die morgens erst später aufstanden, hatten damit zu tun, die 15 erlaubten Fahrstunden noch im Hellen zu erleben. Zwei Team schafften es vor 21 Uhr in einem idylisch gelegenen Berggasthof anzukommen. Die Zimmer warenbereits geheizt und das Lagerfeuer angemacht. Mit rumänischen Spezialitäten, frisch im Fett rausgebackenen Krapfen war der Abend einer der schönsten der ganzen Rallye.

Tag drei und vier waren eine Zweitagesetappe. Innerhalb von 18 Stunden mußten die 250 km Luftlinie mit über 34 WP geschafft sein. Mit Ausnahme von einem Team schafften alle anderen die vorgegebenen Punkte. Das Wetter war toll und trocken, was die Schwierigkeit des Gelände etwas entschärfte.

Tag Fünf: Im Süden von Sibiu angekommen teilte uns der Forstdirektor mit, das ein Teil der Strecke in ein Naturschutzgebiet aufgenommen wurde. Obwohl wie hierfür Genemigungen hatten - waren diese ungültig, weil sich der Verwendungszweck des Gebietes geändert hatte. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Behörden, erhielten wir kurzerhand für die geplante Strecke Ersatz, indem wir eine große Kurve in das etwas flachere Gebiet im Norden Sibius ausweichen durften. Die Strecke war mit 21 WP sehr abwechslungsreich. Ein ca 30 km langer Korridor zwang die Teilnehmer die vorgegebenen Punkte durch schwierige Terrain anzufahren. Nur zwei Teams schafften diesen letzten etwas schwierigen Teil und holten sich die dort versteckten 4 WP. Team Unimog Hellgeth hatte einen Radlagerschaden am Vorgelege. Gegen 11 Uhr konnten die Teile aus Sibiu beschafft werden. Von nun an dreht sich ein rumänisches Radlager im Vorgelege von Sebastian Reichenbach. Etwas verspätetet kamen diese auf die Strecke und mußten in der Nacht wegen Nebel und Dunkelheit in Richtung Camp aussteigen, was Ihnen die Siegeschancen verschlechterte.

Tag Sechs: Heute konnte ganz normal die genehmigte Strecke in Angriff genommen werden. Es galt 30 Punkte in einem 2500 km² großen Gebiet anzufahren. Die Punkte lagen teilweise auf Eselpfaden. Da aber an diesen Strecken mehr Punkte verlegt waren, wurde der Aufwand für diese Streckenwahl belohnt. Ein klarer Tag für die Unimogs, die die meisten Punkte einfahren konnten. Neben langen Skipisten waren auch diverse Punkte in den sich ewig bergaufgehenden Schleisen der Stromasten versteckt, was ein hoher Anspruch an das fahrerische Können der Teams stellte.

Tag Sieben: Der Tag der Entscheidung: 10 Wegpunkte in 6 Stunden - hört sich nicht sehr viel an. Die Zufahrten in den Google Earth Karten waren vielversprechend - viele Wege führten dort hin. Aber alles was nach Weg von oben so aussieht, kann von unten auch ein Flussbett sein. Bis zum Aufstieg auf das Plateau auf 1800 m vergingen einige Stunden, bis dort auf dem Medicalpunkt die ersten Fahrzeuge ankamen. Das Team Fun4me hat alles auf eine Karte gesetzt, und die Strecken auf Asphalt um die Gebirgskette herum gewählt und das Plateau vom Süden her anzufahren und die Punkte bergab dann zu nehmen, wo sich die anderen Teams heraufwinden mußten.

Nach 1328 km und über 60 Stunden Fahrt, gewann das italienische Team Südtirol. Von den 156 anzufahrenden Wegpunkten erreichten Sie 147. Mit nur 3 Punkten weniger wurde das deutsche Team Hellgeth Unimog Zweiter und das Team Toyotafraktion "Steirisches Motorsportteam" mit 139 Punkten aus Österreich verdienter Dritter.
 
Freitag, 06.05.2011 Lila Tage
Wir sind gerade auf 1900 m mit den Medical auf Posten. Hier, am 5. letzten Punkt vor dem Ziel ist bis jetzt noch keiner vorbeigekommen. Die Fahrzeuge haben heute bis 19 Uhr Zeit ins Ziel zu kommen.

Gestern verlor das Team Unimog die Führung. Ein Radlagerschaden am Vorgelege verleitete zu einer längeren Reparatur, so dass diese erst um 14 Uhr in die Etappe aufbrechen konnten. Da Dunkelheit und Nebel in dieser Gegend das Fahren erschweren, konnten diese nicht so viele Punkte anfahren wie die anderen Teams.

Führend ist momentan das italienische Team Südtiroler mit 1 Wegpunkt (WP) vor dem österreichischen Team Toyotafraktion.

Aber es wären keine Lila Tage, wenn sich nicht noch Chancen für die hinteren Teams beständen. Heute ist Navigieren angesagt. Je besser die Copiloten die Ideallinie planen, um so mehr Punkte können Sie in der vorgegebenen Zeit anfahren.

Ausgefallen mittlerweile das Team Cartec , dessen Zweitfahrzeug mit Wasserpumpenschaden liegen blieb.

 
Lila Tage Rumänien - Zwischenbericht
Lila Tage in Rumänien

GPS Challenge Sibiu 2011

Die internationale Teilnehmergruppe wurde in Vialug vom Bürgermeister aufs herzlichste begrüßt. Im gemeindeeigenenen Gelände (einer 240 ha großen Motorcrosstrecke) wurde nach der ersten Etappe das Camp errichtet.

Die erste Etappe war ein mit GPS Punkten versehener Kurs. Den kürzesten Weg zu den 20 Wegpunkten fand das Hellgeth Team. Mit 5h40 Minuten waren sie die schnellsten. In den vorgegebenen 7 Stunden Fahrzeit erreichten ebenfalls das italienische Team "Südtiroler", sowie das österreichische Team "Toyotafraktion" und "Fun4me" alle Punkte.

Am zweiten Tag, der sogenannten Marathonetappe, hatten alle Teilnehmer 15 Stunden Zeit den 430 km langen Korridor zu durchqueren. Zeitlich schaffte es die Toyotfraktion innerhalb 9 Stunden alle 40 Punkte zu erreichen. ( Bis zu einer Fahrzeit von 15 Stunden werden alle geschafften Wegpunkte gewertet - danach können die Teilnehmer über normale Wege zum vereinbarten Camp fahren.)

Alle 40 Punkte wurden nur von Team Toyotafraktion (9,20h), Tema Südtiroler (9,50h) und Team Hellgeth (12,20 h) erreicht.

Am Sonntag sind alle Teilnehmer aus einem Dorf in der Nähe von Resita durch die Nationalparks in Richtung Sibiu aufgebrochen.

Die Strecke ist ca. 250 km lang und anspruchsvoll. Innerhalb von 16 Stunden müssen die Teilnehmer das Ziel in Craciunassa, einer auf 1400 m gelegenen Forellenzucht erreichen.

Wir sind gerade auf dem letzten Checkpunkt vor dem Ziel, wo die Teilnehmer den Abstieg von einem Bergplateau mittels der ausgehändigten Googelearthkarten finden müssen.

In den letzten zwei Stunden sind das Team Toyotafraktion und Südtiroler bereits vorbeigekommen. Da die Teilnehmer gestern und heute ihre Fahrzeiten einteilen konnten, ist noch keine Aussage über die Wertung zu treffen.